Das Kind im Mittelpunkt

Punkt für Punkt...

Spielen:
Das freie Spiel steht im Mittelpunktjeder Spielgruppe. Spielen heisst Entdecken, Ausprobieren, Verarbeiten, Gesetzmässigkeiten finden, die Realität nachempfinden und in der Fantasie erobern - kurz: Kräfte sammeln für das Leben.

Programm:
Nein, einen fixen Lehrplan gibt es in der Spielgruppe nicht. Dafür Leitideen. Sie empfehlen vielfältige Möglichkeiten und anregendes Material zum Singen, Werken, Malen, Musizieren, Bewegen und Theaterspielen.

Integration:
Auch fremdsprachige Kinder sowie Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben Platz in der Spielgruppe. Sie finden "Gspänli", erwerben die neue Sprache und erfahren sich als Teil einer Gruppe. Das tut nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern gut. Für viele ist es ein erster Schritt aus der Isolation.

Erlebnisse:
Zusammen Brot backen. Einen Turm bauen. Grossflächiges Malen.Die Hände tief in den Ton drücken. Nach einem heftigen Streit gemeinsam ein Bilderbuch betrachten. Sich vor Lachen kugeln und dann in der "Gumpiecke" eine zünftige Kissenschlacht anzetteln. Auf einem Spaziergang bunte Blätter sammeln und Kühe beobachten.

Lehm:
Sand, Teig, Erde, Wasser, Gras, Stroh, Holz: Kleine Kinder nehmen die Welt ganzheitlich wahr, mit allen Sinnen. Sie fühlen, tasten, riechen, hören, schauen, schmecken - und speichern ihre Wahrnehmung. Die Spielgruppe bietet ihnen ein Fest für die Sinne.

Gruppendynamik:
Sich in einer Gruppe bewegen und behaupten zu lernen, fordert das Kind. Andere Meinungen zu anerkennen und die eigene Meinung zu verteidigen, will geübt sein. In der Spielgruppe finden kleine Kinder ein ideales Lernfeld für soziale Verhalten. Mitwirkende Eltern bieten dem Kind ein Erfahrungsfeld im Umgang mit verschiedenen Erwachsenen.

Rollenspiele:
Einmal "Löwe" sein dürfen und fürchterlich brüllen. Als "kleines Kätzchen" Aufmerksamkeit erhalten. Sich als Gespenst verkleiden und die andern gehörig erschrecken: Rollenspiele verarbeitetdas Kind Erlebtes und probiert lustvoll alle Facetten seiner Persönlichkeit aus. In der Spielgruppe gibt`s Tücher und weitere utensilien zum Verkleiden - und viele Kinder zum Mitspielen.

Unverzichtbar:
Spielgruppen sind längst unverzichtbar geworden. Die Kleinfamilie, der zunehmende Verkehr sowie die verbaute Umwelt werden dem Bewegungs - und Forschungsdrang kleiner Kinder nicht mehr gerecht. Spielgruppen sind daher willkommene "Inseln": Dort können kleine Kinder tun, was für ihre ganzheitliche Entwicklung unentbehrlich ist.

Prozess statt Produkt:
Werkerzeugnisse, die ein Kind von der Spielgruppe nach Hause bringt, mögen Erwachsenen bisweilen skuriel erscheinen. Für das Kind aber ist es ein Werk, das es von A bis Z selbst geschaffen hat. mit Hingabe, Konzentration und eigenen Ideen. Die Spielgruppe fördert kreative Prozesse - sie verlangt kein bestimmtes Endprodukt.

Prävention:
Durch genaues Beobachten erfasst die Spielgruppenleiterin mögliche Entwicklungsverzögerungen, Auffälligkeiten, besondere Bedürfnisse eines Kindes. Zusammen mit den Eltern und bei Bedarf unter Beizug einer Fachperson können weitere Schritte in die Wege geleitet werden - zu einem Zeitpunkt, da sich die Probleme noch nicht manifestiert haben.

Elternmitwirkung:
In keiner Stufe wird die Elternarbeit so intensiv gestaltet wie in der Spielgruppe. Die Spielgruppenkinder sind "Grenzgänger" zwischen zwei Welten: Je besser der Kontakt zwischen Elternhaus und Spielgruppe spielt, desto eher finden sich die Kinder in beiden Welten zurecht - und desto leichter fällt ihnen der erste Schritt hinaus!

(IG Spielgruppe Schweiz)

 






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